Woanders ist es auch schön

Es sind Texte wie diese, die einen doch sehr traurig stimmen. Wenn es schon im Kleinen so schwer ist, wie soll es dann erst im Großen gelingen?

Schreckliche Geschichten. So nah ist dieser Schrecken, und dennoch oder gerade deshalb sind diese Orte, diese Nähe beschwiegen und vergessen worden.

Briefmarken können auch eine Zeitreise sehr und dieser Blick zurück ist besonders schön.

Mir ist ja vollständig unbegreiflich, warum zwar die Freiheit der Waffen verteidigt wird, aber niemals die Leben all derer, die immer wieder in Schulen ermordet werden. Was für eine erschütternde Sammlung abrupt zerrissener Leben.

Herta Müller über den fragilen Zustands des Exils.

Am Ende das Gegenteil der ersten Geschichte. Man soll an der Hoffnung ja festhalten, so oder so.

Ella Mai singt nicht nur am Samstag.

Woanders ist es auch schön

„Geh doch weg.“

„Man lebt ja nur einmal.“ Das ist ein so besonderer Nachruf, der noch lange Echo bleibt.

Einer dieser Tage.

Eine ganz besondere Winterreise. Überhaupt muss man immer mehr Schubert hören, hat man einmal angefangen. Sagen Sie also nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.

Der Jüdische Friedhof von Thessaloniki.

„Glauben Sie nicht auch, Herr Friedländer, dass die Juden schuld sind am Antisemitismus?“

17 Jahre Mutter und Sohn. Ich kann gar nicht aufhören hinzusehen.

Anna of the North singt schöne Lieder, die alle eigentlich ziemlich traurig sind, aber auch sehr schön. Ich singe gern mit und Sie vielleicht ja auch.

Das Brot, die Kunst und (vielleicht) das Gold

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Diejenigen von Ihnen, die hier schon seit Jahr und Tag einem reichlich seltsamen Fräulein die Treue halten wundern sich schon nicht mehr. Manchmal kommen diesem besagten Fräulein dann auch noch Ideen. Dann heisst es eigentlich lieber schnell davon laufen, denn wer zwischen Himmel und Hölle kommt schon auf die Idee Kunst auf Brot zu legen? Sehen Sie das meinte ich. Das Schöne am Internet ist aber, dass sich oft Gleichgesinnte finden, die zu Gurke, Toast und Paprikacreme greifen und die allerwunderbarsten Bilder auf Brot Wirklichkeit werden lassen.  So wunderbar nämlich, dass auf einmal das ganze Internet zu einer grossen Kunstausstellung wurde. Kunst bringt alle zusammen und das macht mich in Zeiten wie diesen doch ein bisschen Zuversichtlicher.

Ich freue mich also sehr, dass diese Idee Kunstwerke auf Brot zu gestalten, die dann ein Hashtag wurde in diesem Jahr für einen Goldenem Blogger nominiert ist. #KunstGeschichtealsBrotbelag ist noch immer ein Funken vieler Memschen, die nicht nachlassen das Internet zu einem Ort zu machen, der gestaltet werden kann.

Heute Abend ab 19 Uhr kontinentaler Zeit werden die Auszeichnungen verliehen, live dabei sein kann man hier. Das Kunstbrot-Team ist selbstredend vertreten, ich schaue in Irland zu und nehme all ihre gedrückten Daumen wirklich sehr, sehr gern.

Brot, Brot Hurra…

Immer Ihr,

Fräulein Read On

 

Woanders ist es auch schön

Kiki sieht sich einmal im Bücherregal um und sieht nach wie viele Frauen eigentlich auf ihrer Leseliste des vergangenen Jahrs standen.  Frauen Lesen ist ja überhaupt immer eine ziemlich gute Idee.

Nicole Seifert sucht Frauen im Feuilleton und in Literaturbesprechungen.

Wo wir schon bei lesenden und schreibenden Frauen sind. Salka Viertel führt durch ein anderes Hollywood.

Ich bin zu müde, um im Frühzug zu stricken, aber ich finde den Verspätungsschal schlicht großartig.

Ein Konflikt, der keine Schlagzeilen macht.

Loosy führt Tagebuch. Da lässt sich viel entdecken, man reist nach Rostock und läuft Wörtern hinterher. Dafür bin ich ja immer sehr zu haben.

Ein sehr nachdenklich stimmender Text darüber, wie Auslandsreportagen entstehen und wie prekär lokale Journalisten abgefertigt werden, ohne die viele der ausgezeichneten Reportagen unmöglich wären.

Am Meer.

Jetzt aber Musik! ich höre Lemoncello so gerne zu und der müde Tag wird etwas heller. Versprochen.

Woanders ist es auch schön

Ein grossartiger, ein persönlicher, ein bewegender Text über das Ruhrgebiet. Ein grossartiges Blog ist es ohnehin.

In Berlin lebe ich nur wenige Meter vom Haus Jochen Kleppers entfernt und immer im Dezember wird das Herz mir besonders schwer. Frau Arboretum erinnert an Jochen, Johanna und Renate Klepper und empfiehlt eine sehr sehenswerte Dokumentation über die Familie.

Herr Buddenbohm macht sich wie so oft sehr kluge Gedanken über Geschichten und Szenen.

Die großen Konsequenzen des Brexits einmal im Kleinen, das dann doch gar nicht so klein ist besehen.

Julia Karnick ist wütend. Mit Recht, wie ich finde.

Jetzt aber doch ein bisschen Weihnachtshachseufz

Gilbert Grape.

 

Ich liebe Mahalia sehr und ich erinnere mich noch sehr gut an mein neunzehnjähriges Ich, wann immer ich ihr zuhöre.

Woanders ist es auch schön

Frau Novemberregen bestellt Getränke und telefoniert mit ihrem Vater.

Einhundert Jahre. Der erste Weltkrieg bleibt eine große Erschütterungserfahrung.

Nele hat Schmerzen.

In Moskau trägt frau Fuchs. ( Es ist ganz anders als sie denken.)

Gesichter des Exils.

Noch einmal100 Jahre. Das Frauenwahlrecht bleibt ein riesiger Meilenstein.

Eine Frau und das Meer.

Aislinn Logan singt und der November wiegt nicht mehr ganz so schwer.

Woanders ist es auch schön

Frau Casino steht in der Lieberman-Villa an und plötzlich, unverhofft ist da die Wut, die eine große Geschichte ist.

Wie es ist 18 Jahre alt zu sein. Eine Reise um die Welt.

Frau Excellensa ist zurück und sie schreibt über Chemnitz im November.

800 Meter in Pasing.

Wie der Krieg und Pfeffer zusammenhängen. Eine andere Geschichte des Krieges in Syrien.

Frau Leppin kümmert sich auch wenn sie eigentlich lieber ganz woanders wäre. Ein Text über die Geschichten, die wir lieber vergessen würden.

Clare Sands singt und alles ist gleich ein kleines bisschen heller.

Woanders ist es auch schön

Was für ein besonders schöner Versuch sich selbst auf die Spur zu kommen. Das ist überberhaupt etwas was sich schnell vergessen laesst, aber Lehrer-Sein ist nicht nur ein ausnehmend kommunikativer Beruf, sondern hat auch sehr viel damit zu tun, auszuhalten, dass man eigentlich immer angesehen wird.

Ein wunderbarer Artikel ueber Kamel Daoud und das Schreiben Algerienueber Algerien. Seine Buecher lege ich Ihnen allen sehr ans Herz.

Ich weiss nicht, aber wie soll man da weiterreden?

Eine der besten Nachrichten diese Woche.

Ein Porträt über Kristina Hänel und ihren Kampf für das Informationsrecht über Schwangerschafts­abbrüche.(Bezahlpflichtig)

Anke Gröner schreibt über Ihren Einsatz  als Wahlhelferin am vergangenen Wochenende. Ein Text nicht nur über das Was, sondern auch das Wie der Demokratie.

1,79 Euro

Vor aller Augen. Remabrandts Nachtwache wird restauriert. Via e13Kiki

The Wanderer eines jener Lieder, die man sich in die Manteltasche legen kann.

Woanders ist es auch schön

Indigo und manchmal hilft nicht einmal ein Wunder weiter.

Inmitten von Wespen und Bienen.

Die Geschichte einer ganz und gar fabulösen Rettung. Ich bin ja eine große Freundin von Schafen. Gerade auch den auf zwei Beinen.

Es zerbricht mir das Herz.
Wie soll aus all den Gräbern nur der Frieden wachsen?

Kerala steht unter Wasser, 170 Menschen haben ihr Leben in der Flut verloren und viele Menschen alles was sie haben, es ist eine Katastrophe ungeheuren Ausmaßes , aber auch eine, die fast unbemerkt bleibt.

Es ist auch keine gute Nachricht, dass die Zahlen der Maserninfektionen rapide steigen. In Deutschland wohlgemerkt.

Ein Opernbesuch.

20 Jahre Soloalbum. Via Katrin Scheib

No encore. Aretha.

Der Tierarzt aber hat sein Kälbchen wieder und Kälbchen hat den Tierarzt wieder.
Anna Calvi singt dazu.

Kunst aber als Brotbelag

Bekanntlich bekomme ich immer am Mittwoch eine Biokiste mit Obst, Gemüse und Käse, nebst zwei Flaschen Milch. Am Donnerstagmorgen schwamm ich so vor mich hin im See und wie ich so schwamm wurde ich hungrig. Ha, dachte ich mir, ein Brot soll es sein, wenn Du zurückkommst und dann hängte ich Handtuch und Bademantel auf, wusch den Bikini aus und stapelte Obst, Käse und Brot auf dem Tisch. So bunt sind die Biokisten im Sommer, so vielfältig und so schwer ist es sich zu entscheiden, was man denn auf dem Brot haben mag. Erstmal also ein Butterbrot mit Salz und Schnittlauch dazu, aber dann lockte das bunte mich all zu sehr und wie ich also mit Messer, Brot und Käse, der Tomate und all den anderen Dingen, da so saß, da fiel mir Piet Mondrian ein und ich wäre ja nicht ein albernes Fräulein, das wohl in anderen Zeiten schrullig genannt worden wäre, hätte ich nicht den Finger erhoben und zu meiner alten Freundin Wildtaube auf dem Fensterbrett gesagt: KunstGeschichtealsBrotbelag it is meine Liebe. Die alte Freundin hat nachsichtig gegurrt, denn sie kennt mich ja schon viele Jahre. Das Schöne aber ist, es gibt so viele Menschen, die auch Lust haben ihr Brot mit Kunst zu belegen.

oder

So hat es angefangen, aber viel schöner ist das, was all die anderen machen mit ihren Broten.

Sehen Sie mal was die fabulöse Miss Megaphon macht:  

Und schon geht es mitten in die Romantik hinein mit Casper David Friedrich

Gefolgt von Jan Vermeer


Ich bin sehr verliebt!

Was wäre Kunst ohne Hunde?

Anselm Kiefers Galerist wundert sich sicher schon….

Das ist keine Wurst!

Aber das ist der Schrei:

Ohne Paul Klee geht es ja ohnehin nie!

Ich finde diese Salvador Dali Interpretation einfach großartig!

Und natürlich Vincent van Gogh:

Es gibt ja Ideen, die hätte man furchtbar gern selbstgehabt….

Dies ist nur eine kleine Auswahl,aber wenn Sei mögen dann sehen Sie sich auf Twitter um- dazu müssen Sie dort nicht Mitglied sein, man kann einfach #KunstGeschichteAlsBrotbelag eingeben und viele, viele Schätze entdecken.

Natürlich ist das ganze eine kleine Alberei, aber nur albern ist es dann doch nicht, weil es wie ich finde zeigt, dass das Internet nicht nur das passive Konsumieren ist, sondern viele unterschiedliche Menschen zum Mitmachen und Selbermachen inspiriert. e13Kiki hat dafür einmal den Begriff des #bingecreating erschaffen und ich glaube das trifft es sehr gut. Das Internet, das sind noch immer wir alle und es liegt an uns, ob wir uns inspirieren lassen und immer wieder das Staunen lernen.

Was ich sehr hoffe ist, dass die vielen bunten, belegten Brote zu Gesprächen und Diskussionen führen zum Entdecken neuer Künstler, zum Wälzen von Kunstkatalogen, was man legen könnte und vielleicht auch zu einem Ausstellungsbesuch, um sich weiter und wieder zu begeistern für all die große und kleine Kunst, die noch immer das größte Potential hat Menschen zusammenzubringen und dass das gerade passiert, das freut und rührt mich besonders.

Auch Das Nuf hat Lieblingsbrote mit Kunstbelag gesammelt.

Das Fräulein indes reist heute dem Tierarzt an die Ostsee nach und hat noch kein einziges Reisebrot geschmiert….