Woanders ist es auch schön

Frau Novemberregen bestellt Getränke und telefoniert mit ihrem Vater.

Einhundert Jahre. Der erste Weltkrieg bleibt eine große Erschütterungserfahrung.

Nele hat Schmerzen.

In Moskau trägt frau Fuchs. ( Es ist ganz anders als sie denken.)

Gesichter des Exils.

Noch einmal100 Jahre. Das Frauenwahlrecht bleibt ein riesiger Meilenstein.

Eine Frau und das Meer.

Aislinn Logan singt und der November wiegt nicht mehr ganz so schwer.

Woanders ist es auch schön

Was für ein besonders schöner Versuch sich selbst auf die Spur zu kommen. Das ist überberhaupt etwas was sich schnell vergessen laesst, aber Lehrer-Sein ist nicht nur ein ausnehmend kommunikativer Beruf, sondern hat auch sehr viel damit zu tun, auszuhalten, dass man eigentlich immer angesehen wird.

Ein wunderbarer Artikel ueber Kamel Daoud und das Schreiben Algerienueber Algerien. Seine Buecher lege ich Ihnen allen sehr ans Herz.

Ich weiss nicht, aber wie soll man da weiterreden?

Eine der besten Nachrichten diese Woche.

Ein Porträt über Kristina Hänel und ihren Kampf für das Informationsrecht über Schwangerschafts­abbrüche.(Bezahlpflichtig)

Anke Gröner schreibt über Ihren Einsatz  als Wahlhelferin am vergangenen Wochenende. Ein Text nicht nur über das Was, sondern auch das Wie der Demokratie.

1,79 Euro

Vor aller Augen. Remabrandts Nachtwache wird restauriert. Via e13Kiki

The Wanderer eines jener Lieder, die man sich in die Manteltasche legen kann.

Woanders ist es auch schön

Es gibt Texte, deren Sätze bleiben einem im Gedächtnis, gerade weil sie so unauffällig sind und nachts schreckt man dann doch unerwartet wieder auf.

Zelte bringt man Camping, mit Lagerfeuer und Gitarre in Verbindung. Aber es gibt auch ganz andere Zelte.

Eine Dokumentarempfehlung.

Die Frage was ein Blog wohl ist und was das heißt Bloggen wird niemals alt. Nur man selbst manchmal dunkelmüde.

Katrin Scheib ist in Usbekistan.

Frau Coco erinnert sich an ihren Vater und uns alle erinnert sie an eine fast vergessene Kulturtechnik.

Herr Giardino war in Schottland und für uns hat er Puffins mitgebracht. Puffins sind die Kälbchen der Lüfte!

In Berlin liegen zwar noch die kaputten Leihfahrräder am Straßenrand, aber ich fürchte es dauert nicht mehr lange, dann erreicht auch uns die Pest der Roller.

Der Tierarzt ist auch in der Slowakei beständig auf der Suche nach Musik und nun hört er in Dauerschleife Kristína zu.

Woanders ist es auch schön

Die Geschichte der Dinge müsste immer so aufgeschrieben werden, wie hier an ein Brotmesser erinnert wird. Ich wiederhole mich, aber für Texte wie diese ist das Internet erfunden worden.

In Berlin regnet es leider nicht.

„Ich verstehe diesen Beuys nicht, er spricht so undeutlich“- Perlen aus dem Gästebuch des Lenbachhaus in München. Schöne Idee, so ein Museumsblog.

Eine Eule auf Wanderschaft. Man bekommt gleich Wanderlust. Via Frau Arboretum

Anne Olivier Bell. Was für eine Frau, was für ein Leben.

Ich habe es gelesen und wieder gelesen und dann noch einmal gelesen, aber aber wie das passieren kann in Bonn 2018, das begreife ich nicht.

Die Angst war der Kitt.

Pssst! Schamlose Eigenwerbung. Drüben auf Twitter gibt es Quatsch auf Brot. Da ist ein gewisses Fräulein ja niemals fern….#KunstGeschichteAlsBrotbelag

Der Tierarzt ist schon an der Ostsee und zählt Hundewägelchen, ich komme erst nach, aber das ist ja kein Grund sich nicht als Blogmusikbeauftragter zu beweisen. Diese Woche singt Ailbhe Reddy für Sie. Was soll ich sagen ein typischer Tierarzt Musik-Tipp eben….

Woanders ist es auch schön

Herr Buddenbohm über das gefühlte Früher, einen Wildledermantel und die Lage der Welt an sich.

Ein Text mit einem schmerzhaften und eindrücklichem Echo.

Serena Lawless über die schmerzhaften Folgen einer Operation. Vor allem aber ein Text,der ohne die metaphorische Verklärung von Schmerzen, Erblindung und vorsichtiger Besserung auskommt.

Das wunderbare an Blogs ist, dass sie einen immer wieder mitnehmen in die Berge ans Meer oder auch in himmlisches Grau.

Beim Barte….von Karl Marx.

Ein mitreißender Text für das Miteinander. Via Kiki.

Ich kann mich gar nicht  satt sehen.

Auch nach dem irischen Referendum, die Folgen für Frauen,die keinen Zugang zu legalen Abtreibungen haben sind äußerst schwerwiegend.

In Irland ist es seit Tagen warm und ich weiß jetzt, dass der Tierarzt Shorts mit Flamingos besitzt und diese auch trägt. Der Sommer ändert alles. Musik gibt es natürlich auch, diese Woche von den Pillow Queens.

 

Spatzen und Tauben

„Hör mal Tierarzt“, sagte ich vor ein paar Wochen, der Tierarzt lag in der Badewanne und blubberte so vor sich hin.

„Ja Mädchen, sagte der Tierarzt, ich kann dich hören.“

„Bald kommen die KaltMamsells!“

Der Tierarzt hustete Schaum bevor er krächzte: „Oh beautiful Bavaria, home of all the Kälbchens, Munich Germany’s Italy. When will go?“

„Tierarzt, sagte ich, die KALTMAMSELLS KOMMEN.“

Der Tierarzt spülte sich Schaum aus den Haaren und den Ohren und sagte: „Und?“

Die Kaltmamsells sagte ich sind aus München. München die Kunststadt. Dallmayr, Viktualienmarkt, Brezen an jeder Ecke, schon bei Thomas Mann, der der Stadt ja auch den Vorzug gab, frühstückte Herr Permaneder Kulmbacher Bier am Morgen.

„Mädchen“, erwiderte der Tierarzt und schüttelte Wassertropfen aus den Haaren- so als käme er aus einer Familie von Pudeln- glaubst Du nicht, Du nimmst Literatur nicht etwas zu wörtlich?“

„Tierarzt“ knurrte ich, Literatur kann man überhaupt nicht wörtlich genug nehmen.“

Dann aber fiel ein Handtuch oder ein Thema zu Boden, so genau lässt sich das ja nicht immer sagen.

Aber die Tage vergingen und das Kreuz am Kalender mit dem Vermerk: Kaltmamsells in town dräute dunkler.

Ich überlegte also so vor mich hin, wo man mit Besuch, der Rezepte aus der Moghul-Küche originalgetreu nachbaut, während ich indische Gewürze in heißes Öl werfe, Chili schneide, Gemüse nachwerfe, dann gibt es einen Knall und ich rufe: Curry ist fertig, denn hingeht ohne sich bis auf die Knochen zu blamieren.

Herr Kaltmamsell aber ist eine Mischung aus Paul Bocuse und Yotam Ottolenghi. Ich schreckte nach Nachts auf und verwarf ein anvisiertes Fischrestaurant, denn die Freundin, der Schwester von G. klagte über zähe Jakobsmuscheln. Ich dankte dem Himmel und strich die Lokalität von der sieben Pergamente langen Liste der Möglichkeiten.

Dann aber sind die Kaltmamsells wirklich auf der Insel und wandern durch Wicklow . Der Tierarzt und ich lesen und staunen. Also ich lese und übersetze und dann staunen wir beide. Die Kaltmamsells wandern sehr beschwingt, treffen Ponys, erklimmen Gipfel und ganz Wicklow sways and swoons.

Dann aber sind die Kaltmamsells wirklich in Dublin und ich lasse das Institut, Institut sein und ich treffe die Kaltmamsells vor  Brother Hubbard .

Brother Hubbard war einmal sehr très hipsterique aber dann hat man renoviert und man sitzt dort wirklich schön, in einem großen verglasten Terrarium, Gastraum. Vor allem aber kann man bei Brother Hubbard hervorragende Eierspeisen zu sich nehmen. Das ist eine sichere Bank, beruhige ich mich selbst.

Man trifft sich, man schwatzt, man trinkt Kaffee. Ich weise auf die Eierspeisen hin. Die Kaltmamsells wählen Porridge. Porridge ohne mit was drin. Ich esse Brot mit Marmelade und Porridge mit Baklava-Stücken. Ja, Sie haben richtig gehört. Im Brother Hubbard gibt es Porridge mit Baklava-Brocken. Ich könnte mich darin wälzen. Aber dazu habe ich zu viel Haar. „Hmm, denke ich, vielleicht sind die Kaltmamsells „Food-Puristen?“

Dann schleppe ich die Kaltmamsells durch die Universität und quäle sie unermüdlich mit Anekdoten, aber wäre das noch nicht genug schleppe ich sie danach ins Kunstmuseum. Danach wandern wir in dieAlliance Francaise . Die Alliance Francaise hat einen hervorragenden Mittagstisch.

Frau Kaltmamsell ißt ein dünnes Süppchen.

Herr Kaltmamsell ißt einen schmalen Croque Monsieur und eine Handvoll Fries.

Fräulein Read On verzehrt einen riesigen Salat mit Ziegenkäsebrocken, Walnüssen und Dressing.

Ungeachtet des alten Familiengrundsatzes niemanden zu nötigen, zwinge ich Herrn Kaltmamsell ein Eis zu verzehren. Frau Kaltmamsell bleibt eisern.

Am Abend lege ich mich zum Tierarzt aufs Sofa.

Ich berichte von den klugen, herzenswarmen, offenen, zauberhaften Kaltmamsells.

„Du hast doch etwas Mädchen?“, sagt der Tierarzt und ich nicke.

„Tierarzt“, sage ich, Tierarzt, im Vergleich zu mir picken die Kaltmamsells nur vorsichtig am dargebrachten Essen.“

Der Tierarzt zieht eine Augenbraue nach oben und sagt: „Vielleicht ist es Ihnen zu warm.“

„Tierarzt sage ich: Porridge pur.“

Der Tierarzt und ich schweigen angespannt, denn es ist kein Geheimnis, dass ich ein halbes Pfund Himbeermarmelade in den Porridge rühre.

Ich traue mich kaum vom dünnen Süppchen und dem schmalen Croque Monsieur zu berichten.

Dann tue ich es doch.

Der Tierarzt schweigt lange. Selbst die Katze macht ein betretenes Gesicht. Der Hund schnarcht. Ich flüstere: „Tierarzt, die Kaltmamsells essen wie die Spatzen.“ „Was bin dann ich? Ein Aasgeier?“

Aber der Tierarzt schüttelt den Kopf: „Mädchen wenn die Kaltmamsells, Spatzen sind dann bist du eine Taube.“

„Warum bist du eigentlich nicht Diplomat geworden, Tierarzt?“, frage ich.

„Das Mädchen ist eine lange Geschichte“, sagt der Tierarzt, aber jetzt erzähl noch einmal von vorn:

„Es war kurz vor zehn und Du hast die Kaltmamsells gleich erspäht?“

Ja, sage ich Tierarzt, ja, ja, ja, so zauberhafte Menschen erkennt man sofort, noch aus den Augenwinkeln und mit dem Haar einer einzigen Wimper.“

Von Herzen Dank für euren Besuch. Danke für eure Zeit, euren Humor,eure Geduld, eure Perspektiven, Fragen und Antworten. Es ist ein großes Geschenk Euch kennen zu dürfen. 

 

 

Woanders ist es auch schön

Es gibt Erfahrungen, die nie aufhören wehzutun. Man liest das mit hilflosem Entsetzen und wünschte,diese Zirkel der Hölle wären doch endlich einmal Vergangenheit und doch vergeht nur die Zeit und andere Kinder stehen mit dem Rücken zur Wand.

Hund und Herr und überhaupt ein Blog zum Festhalten.

Die Liebe ist auch nicht mehr das, was sie einmal war.

Ich finde es ist schon sehr traurig und beschämend wie wenig und wie wenig würdevoll den abscheulichen Angriff auf Guernica gedacht wird. Ich bin einmal in Guernica gewesen und der Schrecken, der Schrecken über die vollständige Zerstörung, hat mich nie wieder verlassen. Es ist beschämend.

Die Sache mit dem Kreuz. Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz.

Ein großartiger und sehr nachdenklich stimmender Text darüber,wie wir Behinderungen wahrnehmen. .

Mehr Gedichte, bitte.

Das Herz, das Herz wird einem so schwer.

Der Tierarzt aber findet am Freitag müsse man wenigstens im Fahrstuhl, im Treppenhaus oder an der Ampel für fünf Minuten tanzen und dann öffnet der Tierarzt das Küchenfenster, dreht Soulé auf laut und schwört, dass die Schafe schon munter mit den Schwänzen wackeln.

Woanders ist es auch schön

Ein langer Abschied von einem großen Hund und überhaupt ist der Text auch ein großes Lob auf den Eigensinn. Davon kann es nie genug geben, nicht bei Menschen, Hunden oder Kanarienvögeln. Nur bei Kälbchen wäre weniger Eigensinn schön…

Die mysteriöse Seite 7. Sehr großartig und auch sehr eigensinnig!

Eine chinesische Dystopie, die fürchterlich real klingt.

Das Internet ist, da bin ich mir immer noch sicher für diese Momentaufnahmen erfunden worden und auch die Momente kurz vor Kassenschluss müssen festgehalten werden.

Die schönsten Bilder der Woche kommen aus Lahore wo Frauen Rad fahren.

Das Hotel Süden.

„The trial… seemed to represent an Ireland so many of us recognise. The VIP area and the house party. The entitled, mocking men. The WhatsApps and the too-many drinks. The slut-shaming and the misogyny“. Das ist auch Irland und die Beklemmung bleibt.

Tierarzt, Musik bitte. Der Tierarzt rennt mit dem Hund ( auch sehr eigensinnig ) die Treppe hinunter, greift nach einem Schuh, der Hund schnappt sich den anderen und ruft: Radie Peat & Daragh Lynch bitte auf den Plattenspieler . Dann Handgemenge, aber dafür mit guter Musik. So kann Irish Folk auch klingen, sollten auch sie unsere verregnete Insel besuchen, lassen sie die schauerlichen Original Irish Music lieber links liegen und gehen lieber auf ein Konzert von Radie Peat.