Woanders ist es auch schön

Wie schade dass doch wäre, denke ich oft, verschwände das Blog als Format irgendwann doch. Diese Freiheit von der auch Kiki schreibt, die doch eigentlich eine Anmaßung ist, wie die Freiheit immer eine Anmaßung ist, dass auch Menschen wie ich, die doch nur so tun als wüssten sie etwas vom Schreiben, es dennoch tun. Aber es gibt kein Bewusstsein für den Wert dieser, unserer aller Projekte.

Aus der Zeit fallen.

Mitten drin, dann plötzlich die Wolken.

Gerhard Richter wirft misslungene Zeichnungen in den Müll, ein Mann fischt sie aus dem Papiermüll und will sie verkaufen, was nun? Mich beruhigt beim Blick in den Entwürfeordner am allermeisten, dass auch Gerhard Richter am Schreibtisch sitzt und denkt: „Um Himmels Willen nur weg damit.!“

Eine Nachricht und ein großer Stein in meinem Magen.

Eine Übung im miteinander reden, auch von weit entfernten Ufern.

Die Sache mit der Heimat, die viele im Munde führen, um sich doch herzlich wenig darum zu kümmern.

 

Kathrin Passig sagt kluge Dinge.

Die Berührbare. Was für ein großes Vermächtnis das doch ist, dieses Berührbar bleiben.

Ein Lied zum Samstag an dem es hier stürmt und regnet und ein Lied kann eine große, warme Decke sein.

2 thoughts on “Woanders ist es auch schön

  1. Liebes Fräulein ReadOn,
    vielen Dank für die große, warme Decke in Form eines Liedes. Mittlerweile bin ich stolze Besitzerin von zwei Alben der Ye Vagabonds und die wunderbaren Lieder wärmen mir das Herz. Danke dafür und für Ihr Blog, das mich rührt, berührt und zum Nachdenken bringt – immer wieder.
    Liebe Grüße
    Claudia

    • Ach, das freut mich aber sehr. die Ye Vagabonds sind auch mir ein grosser Trost und immer wieder kehre ich zu ihren Liedern zurueck.

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