Das große Los

Es ist ja schon aufregend so eine Verlosung.

Erst einmal muss man vor Aufregung einen Rosinenkeks essen.

Dann muss man Loszettel malen.

Die Loszettel sind natürlich Brote.

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Dann schreibt man viele Namen auf die Loszettel.

Dann verzweifelt man daran, dass man nur drei Bücher verlosen kann und keinen riesigen Sack Gold im Keller hat, um allen Kommentatoren sofort ein Buch zukommen lassen zu können.

Ihre Kommentare haben mich alle sehr bewegt, ich habe so viele Kunstwerke angesehen und alle ihre Geschichten bewahre ich mir auf. Von ganzem Herzen Dank dafür. Eigentlich wollte ich sie beschenken, aber in Wirklichkeit beschenken Sie alle mich immer wieder.

Dann seufzt man schwer.

Dann borgt man von der T. eine Salatschüssel.

Dann mischt der tierärztliche Neffe den Brotsalat.

Dann ermahnt man die Katze.

Der Hund darf zuerst ziehen.

Der Hund zieht Jule, die Brancusi umarmt. Das heißt seine Pfote tappt energisch auf den Loszettel. Der Hund strahlt.

Dann darf die Katze ziehen.

Die Katze zieht Taren, die eines Bildes wegen einmal nach G’ttdorf fuhr und schnurrt befriedigt.

Dann darf der tierärztliche Neffe ziehen.

Er zieht Sabine, der Barlach einmal in der Not geholfen hat.

Ihnen allen wünsche ich viel Freude mit den bunten Broten.

Dann streiche die Loszettel glatt und klage der T. mein Leid über den mangelnden Sack Gold.

Die T. seufzt auch.

Die Katze bekommt eine Schale Milch.

Der Hund einen Hundekuchen.

Der tierärztliche Neffe bekommt ein Stück Kuchen.

Ich aber danke ihnen von Herzen für ihre Beteiligung.

Immer Ihr Fräulein Read On.

Alle Gewinner wurden per Mail informiert, indes Sabine, Sie müssten sich bitte noch einmal melden, die Mail an Sie konnte nicht zugestellt werden.

11 thoughts on “Das große Los

  1. So eine tolle Verlosung – ich freue mich für die Gewinner. Und ganz besonders auch für den Hund, der zuerst ziehen durfte (Sie haben das so schön beschrieben).

  2. Liebe read on,
    So schön beschrieben! Ich hab vergessen, mitzumachen, aber hier die Kunstwerke, die mich bewegt haben:
    Van Goghs bester Freund war sein Postbote, und er hat ihn oft gemalt. Diese Bilder und die Geschichte, wie oft der Postbote seinem Freund Vincent beigestanden hat, haben mich sehr bewegt.
    Etwas ganz anderes war das Erlebnis, in purer Farbe zu stehen. Unglaublich schön! In einer Installation von olafur Eliasson war das möglich.
    Mir fallen bestimmt noch ganz viele andere Erlebnisse mit Kunst ein, sobald ich diesen Kommentar abgeschickt habe… wie immer: Danke für Ihre wunderschönen Geschichten. Ich kommentiere zu selten, bin aber immer bewegt und begeistert.

  3. Und nun noch einmal öffentlich: Ich freue mich so sehr und bin ein noch größerer Fan des Hundes als sowieso schon. Ja, und der Katze auch. DANKE Ihnen, liebe Read on, und auch dem tierärztlichen Neffen!
    Auch ich habe gerne gelesen, was so viele von „ihren“ Kunstwerken erzählt haben. Das größte Geschenk war überhaupt Ihre schöne Frage…!

  4. Glückwunsch an alle Gewinner. Die Bilder, die mir am wichtigsten sind, sind nicht von berühmten Malern sondern von Freunden, die mir in wichtigen Lebenssituationen ein persönliches Bild geschenkt haben. Ich habe das große Glück, dass ich sowohl in der Familie als auch im Freundeskreis von Künstlern umgeben bin und gelegentlich von ihnen verwöhnt werde.

    Vor einigen Tagen habe ich in einem Buchladen eines Einkaufszentrums nach dem Buch gefragt. Der Verkäufer schaute mich zweifelnd an und meinte, „ich glaube nicht, dass wir das haben.“ Aber er schaute im Computer nach und „oh, das ist doch da. Aber ich habe keine Ahnung unter welcher Sparte“. Wir haben uns gemeinsam auf die Suche gemacht und fanden es auf dem allerersten Tisch am Eingang. Der Verkäufer nahm sich ein zweites Buch mit an die Kasse und als ich bezahlt hatte, blätterte er grinsend in „seiner“ Ausgabe.

  5. Welch eine große Freude! Auch an dieser Stelle möchte ich mich noch einmal von tiefem Herzen bei Ihnen, wertes Fräulein, und natürlich bei Ihren fleißigen Losgehilfen bedanken. Ganz besonders danke ich natürlich der hochverehrten Frau Katze, deren Pfote mir dieses wundervolle Buch zuloste. So viel Gnade von einer Katze ist ein seltenes und ganz besonderes Geschenk (und ich spreche aus Erfahrung – keine drei Meter von mir entfernt ruht ebenfalls eine gnädige Katzendame, die mich nur ab und zu unwirsch ansieht, wenn ich zu laut auf der Tastatur tippe und es wage, ihren Schlaf zu stören).
    Ich werde das Buch voller Begeisterung lesen, als Anregung für die Frühstücksbrote der Liebsten nutzen und ihm einen Ehrenplatz im Regal einräumen. Haben Sie alle meinen Dank!

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