Woanders ist es auch schön

„Geh doch weg.“

„Man lebt ja nur einmal.“ Das ist ein so besonderer Nachruf, der noch lange Echo bleibt.

Einer dieser Tage.

Eine ganz besondere Winterreise. Überhaupt muss man immer mehr Schubert hören, hat man einmal angefangen. Sagen Sie also nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.

Der Jüdische Friedhof von Thessaloniki.

„Glauben Sie nicht auch, Herr Friedländer, dass die Juden schuld sind am Antisemitismus?“

17 Jahre Mutter und Sohn. Ich kann gar nicht aufhören hinzusehen.

Anna of the North singt schöne Lieder, die alle eigentlich ziemlich traurig sind, aber auch sehr schön. Ich singe gern mit und Sie vielleicht ja auch.

11 thoughts on “Woanders ist es auch schön

  1. Was machen wir nur, wenn Menschen wie Saul Friedländer nicht mehr da sind?
    Mit tränenden Augen lese ich das Interview, fremdschäme mich für Nolte und Co, und bin dankbar, dass Herr Friedländer trotzdem nicht aufgegeben hat.

    Ich habe drei mehr als erwachsene Söhne, finde die Fotoserie zauberhaft und ärgere mich, nicht selbst so eine Idee umgesetzt zu haben – nur für mich

    • Ich weiss leider auch nicht, warum Stimmen wie die von Saul Friedlaender so viel leiser sind als die vielen lauten die ganz andere Dinge sagen. Die Fotos sind wahnsinnig stark, aber liebe Trulla es ist nie zu spaet anzufangen.

  2. Was für eine schöne Idee diese Fotoserie ist. Danke für diese und alle anderen Empfehlungen.

    „Geh doch weg“ ist einer der Texte, die noch lange nachwirken und viele Fragen stellen. Manchmal scheint es mir, als ob viele Menschen gar keine Argumente mehr hören wollen. Sie sind über Jahre hinweg frustriert durch ganz unterschiedliche Dinge und finden irgendwann eine Projektionsfläche für ihren Frust. Ich kann es mir nicht anders erklären, eine Entschuldigung aber ist es nicht.

    Anna of the North singt tatsächlich so traurig und schön zugleich und nun hoffe und wünsche ich, dass Sie immer jemanden zum Anlehnen in Ihrer Nähe haben (ein treuer alter Hund zählt auch, oder?)

    • Die Bilder sind wahnsinnig stark.

      Diese Wut, diese allgegenwaertige Wut und das sich Gefallen daran, ist mir unbegreiflich. Ich wuenschte ich haette eine bessere Antwort, aber ich habe gar keine Antwort.

  3. Danke für die bewegenden Fenster ins Netz! Dieses „Winterreise“-Projekt – oh, das hätte ich gerne erlebt! Musik und Poesie sind Retter, immer wieder …
    (Vor Jahren spielte ich mal mit meiner Band im Gefängnis von Stammheim; die Konzertreihe war von einigen rührigen JVA-Beamten organisiert worden. Zwei Welten begegneten sich. Ich werde das nie vergessen.)

    • Das klingt nach enem einzigartigen Projekt und ich finde es so schade, dass das so oft vergessen wird. Musik und Kunst bringen Leute auf eine Art und Weise zusammen, wie das eigentlich fast nie gelingt. Danke fuer ihren Kommentar. Er bewegt mich sehr.

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