Sag Read On, was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Frau Brüllen will es wissen. An jedem 5. eines Monats und das seit fünf Jahren (Applaus!) fragt sie in Klein-Bloggersdorf herum und der Kleinbloggersdorfer schreibt auf was er so erlebt. Et voilà.

Aufwachen, so frueh am Morgen, eigentlich klebt die Nacht noch ueberall an den Waenden, aber auch in mir. Kalt sind die Dielen jetzt Anfang September, die Nacht traegt schon Handschuhe, vor dem Fenster ist das Meer noch unsichtbar, das Meer schlaeft aber ich stehe auf. Still ist das Haus, auf dem bunten Laeufer schlaeft der Hund, von der Katze sind nur zwei Ohrenspitzen uebrig geblieben, so nah ist die Nacht noch am Tag. Im Flur stehen Kisten, aber nicht nur im Flur. Das ganze Haus ist seit Tagen eine einzige grosse Kiste, denn ich ziehe aus. Zu weit ist der Weg zur Mondsteinscheibenfabrik, bald wird das Meer mir im Ruecken liegen. Die Frau des Kraemers sagt: So ist das mit den Auslaendern, wenn man sich an sie gewoehnt hat, dann verschwinden sie wieder. Die Frau des Kraemers ist missmutig. Der Hund ist besorgt ueber ein Leben in der Stadt, die Katze aber hat keine Meinung zu solchen profanen Dingen wie einem Umzug.

Aber noch ist alles wie immer. Die Standuhr tickt leise, es ist kurz nach vier Uhr, ich fuelle Milch und Kaffee in einen Becher, noch immer setze ich Teewasser auf fuer den Tierarzt, ich muesste es besser wissen, aber ich laufe doch noch einmal mit dem blauen Becher die Treppe hinauf, nur um niemanden mehr im Zimmer zu finden. Das stimmt nur fast, der Hund liegt ja immer noch auf dem bunten Teppich. Rosenranken sind auf dem Teppich. Vielleicht Hund bist du ein verzauberter Prinz fluestere ich ihm zu, der Hund schnarcht selig. Was weiss man schon ueber die Traeume der Prinzen?

Der klapperige alte Volvo und ich fahren los, die Dunkelheit ist eine dicke Daunendecke, das Meer ist ein Federkissen, wo aber liegt der Kern des Ganzen, solche Fragen lassen sich um kurz nach fuenf Uhr nicht beantworten, vielleicht ist es besser so. Das Krankenhaus schlaeft nie. Vor jedem Krankenhaus stehen die Raucher, sie sind alte Bekannte, ich komme jeden Morgen, sie stehen jeden Morgen vor der Tuer, sie nicken mir zu, ich nicke zureck, blaue Rauvhwolken vor ihren Lippen. In meiner Hand zerdruecktes Blumenpapier. Auf Zehenspitzen gehe ich durch den langen Flur. Roter Backstein und Fotografien an den Waenden, ein,Sommermorgen in Laos, der Chefarzt reist viel, sagen die Krankenschwestern. Die Krankenschwestern sind muede von der langen Schicht. Gehen Sie nur, sagen sie zu mir auf dem Flur. Ich auf den Zehenpitzen und mit dem zerknitterten Blumenpapier. Die Nacht war gut, sagt sie und ich nicke. Was das eigentlich heisst, frage ich mich und lehne mich in die Zimmertuer, wickle die Blumen aus. Frisch sind die Blumen, es soll nicht nach Tod riechen in diesem Zimmer, habe ich mir geschworen, der Tod lacht, auf der Fensterbank, so nah ist er schon gekommen. Der Chefarzt sagt: Fraeulein Read On sie haben alles gemacht. Der Stationsarzt sagt: Wir machen es ihm so leicht wie moeglich. Der Assistenzarzt sagt: Alles hat Grenzen. Warum fahren sie so gern weg, frage ich den Chefarzt?, warum ist das Leichte oft das Schwerste? frage ich den Stationsarzt, warum stolpert man ueber die Grenze? frage ich den Assistenzarzt. Alle drei laecheln milde. Tierarzt sage ich Hey, erschrick dich nicht, das bin doch nur ich. Sein ganzes eben lang hat der Tierarzt sich gefuerchtet vor sich ploetzlich oeffnenden Tueren, jetzt soll er sich nicht mehr erschrecken muessen,leise also, die Blumen tropfen auf dem Nachttisch, still bin ich, fuer einmal bin ich am Ende der Geschichten angekommen, ich kann nur noch singen. Bis 6.45 Uhr singe ich fuer den Tierarzt. Ich habe nie verstanden warum Eurydike damals nicht anfing zu singen fuer Orpheus. Wer singt, dreht sich nicht um. Auf der Fensterbank pfeift der Tod leise mit. Vor dem Zimmer hoeren die Schwestern zu. Der Tierarzt schlaeft. Der Assistenzarzt kommt als ich gehe. Fuer einen Moment lang sehen wir uns beide an. Dann bleiben wir doch lieber Fremde.

Eine Stunde bis zur Fabrik.

Nachrichten im Radio.

Besser Nachrichten als Lieder, sage ich mir.

In der Mondsteinscheibenfabrik bin ich ein unbeschriebenes Blatt.

Angenehm ist das. Die Fabrik macht alle gleich.

Der Direktor hat eine Frage und ich weiss die Antwort.

Das ist alles was zaehlt.

Manchmal sehe ich auf mein Telefon.

Der Chefarzt sagt: Wir rufen sie an.

Meine Hand zoegert vor dem Telefon.

So vergeht der Tag in der Fabrik. Fragen und Antworten.

Auf einmal sage auch ich Saetze in denen es um disruptive business models geht.

So schnell fallen einem andere Saetze zu.

Die neue Auszubildende sagt zu mir: „Fraeulein Read On, ich bin mir sicher, wir werden richtig gute Freundinnen sein.“

„Mag sein Auszubildende, mag sein, aber erst einmal nehmen Sie bitte ihren Kaugummi aus dem Mund.“

Fuer einen Moment baumelt der Kaugummi an ihrer Unterlippe, ein pinker Klumpen, dann verschwindet er in ihrer Backe und sie stapft fluchend davon.

So liegen die Dinge in der Fabrik.

Fragen und Antworten immer wieder neue Fragen, sind sich nicht alle Antworten aehnlich?

Schliesslich die Tasche nehmen, den Anderen winken. Bis morgen.

Mit dem klapprigen Volvo zurueck zum Krankenhaus.

Der Tierarzt schlaeft.

Ich singe.

Andere Lieder als am Morgen. Vielleicht auch diesselben. Manchmal laufen mir die Lieder ineinander, dann geht ein Mond auf ueber einen hölzernen Wurzel. Oder ein Bruer Jakob liegt unter dem Lindenbaum. Oder ein Wandersmann trifft ein Maennlein im Walde.

Als es dunkel ist, lege ich dem Tierarzt die Hand auf die Stirn.

Bis morgen früh sage ich.

Zureuck im Dorf ist auch die Nacht wieder da.

Ich gehe mit dem Hund vom Oberland ins Unterland wieder zurück.

Der Hund und ich wir schweigen beide.

Eine letzte Waschmaschine.

Einen Becher Suppe.

Ich habe vergessen Kaese zu kaufen oder Brot.

Die Suppe schmeckt nach einem seit Jahren ueberschrittenem Verfallsdatum.

Milch fuer die Katze. Die Katze spaziert durch den Garten

Kalt ist mir auch nach der Suppe. Das belibt wohl so.

Still ist das Haus, ich ziehe die Knie an, unter meiner Decke. Ein Buch lesen muesste man oder wenigestens der Frau, die im Radio singt, zuhoeren, denke ich aber nichts davon mache ich. Lieber schliesse ich die Augen. Abends allein singe ich nicht. Den Vogel mit seiner knisternden und knackenden Traurigkeit in der Brust soll man nicht wecken, wenn er endlich schlaeft.

Ich liege nur da im stillen Zimmer, ganz wie damals als ich hier einzog und das Meer sich gegen das Fenster lehnte, ein wogendes Auf und ab. Damals glaubte ich mein Bett sei ein Boot und das Meer truege mich fort zu weit entfernten Ufern, schaukelnd und gleitend und hoch ueber alle Wellen hinaus. Vielleicht dachte ich, wuerde ich eines Tags doch Nausikaa sehen.

Aber noch ist kein Bett jemals ein Boot geworden und so stelle ich den Wecker wieder auf vier Uhr.

98 thoughts on “Sag Read On, was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

  1. Liebes Fräulein Read On,
    ich habe eigentlich auch keine Worte, aber dieser Eintrag bewegt und beschäftigt mich, seitdem ich ihn heute morgen gelesen habe. Für den Tierarzt hoffe ich auf ein Wunder. Ihnen schicke ich gute Gedanken, viel Kraft und wünsche Ihnen Menschen, die für Sie da sind.

  2. Liebes Fräulein Read-On,
    es ist so unendlich schwer, die gehen lassen zu müssen, die wir lieben. Es gibt keine Worte, die den Schmerz nehmen könnten. Es gibt nur den kleinen Trost, dass Sie nicht allein sind, Ihre Familie und Ihre Freunde sind bei Ihnen. Und irgendwann lässt der Schmerz langsam nach.
    Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft in diesen schweren Tagen und Wochen, Nine

  3. Liebe Readon, auch mir fällt es schwer, Worte zu finden, die helfen könnten (und die die ganze Anerkennung für die Worte ausdrücken, die Sie für diese furchtbare und traurige Zeit gefunden haben). Aber gesungen habe ich den ganzen Tag für Sie beide. Ich hoffe, es tröstet und hilft Ihnen etwas zu wissen, dass wir alle überall verteilt gemeinsam für Sie und mit Ihnen summen. Aller-allerbeste Wünsche.

  4. Ich wünschte so sehr, ich könnte das für Sie und den Tierarzt alles anders machen. Rückwärts.

    Oder wenigstens in dieser Zeit für Sie gute, heiße, feine Suppe kochen. Auch wenn sie gerade nicht schmecken kann, egal wie gut sie wäre.

    Ach, ach. 🙁

  5. Ich denk an euch wünsche ganz viel Kraft und liebe!
    „So lass uns Abschied nehmen wie zwei Sterne,
    durch jedes Übermaß von Nacht getrennt,
    das eine Nähe ist, die sich an Ferne erprobt
    und an dem Fernsten sich erkennt.“
    (Rilke)

  6. Der Mond ist aufgegangen,
    die goldnen Sternlein prangen
    am Himmel hell und klar;
    der Wald steht schwarz und schweiget,
    und aus den Wiesen steiget
    der weiße Nebel wunderbar.

    Wie ist die Welt so stille
    und in der Dämmrung Hülle
    so traulich und so hold,
    als eine stille Kammer,
    wo ihr des Tages Jammer
    verschlafen und vergessen sollt!

    Seht ihr den Mond dort stehen?
    Er ist nur halb zu sehen,
    und ist doch rund und schön!
    So sind wohl manche Sachen,
    die wir getrost verlachen,
    weil unsre Augen sie nicht sehen.

    Wir stolze Menschenkinder
    sind eitel arme Sünder
    und wissen gar nicht viel;
    wir spinnen Luftgespinste
    und suchen viele Künste
    und kommen weiter von dem Ziel.

    Gott, laß dein Heil uns schauen,
    auf nichts Vergänglichs trauen,
    nicht Eitelkeit uns freun;
    laß und einfältig werden
    und vor dir hier auf Erden
    wie Kinder fromm und fröhlich sein!

    Wollst endlich sonder Grämen
    Aus dieser Welt uns nehmen
    Durch einen sanften Tod!
    Und, wenn du uns genommen,
    Laß uns in Himmel kommen,
    Du unser Herr und unser Gott!

    So legt euch denn ihr Brüder
    in Gottes Namen nieder.
    Kalt ist der Abendhauch.
    Verschon uns, Gott, mit Strafen
    und laß uns ruhig schlafen
    und unsern kranken Nachbarn auch.

    Liebes Fräulein Read on, ich wünsche Ihnen viel Kraft und umarme sie!

  7. Ich denke oft an Sie beide, finde hier aber nicht die richtigen Worte. Ihnen, liebe Read On, wünsche ich Menschen, die genauso für Sie da sind, wie Sie für den Tierarzt da sind.

  8. Ich wünsche Ihnen alles Liebe und viel Kraft und Durchhaltevermögen.
    Hoffentlich haben sie auch liebe Menschen um sich die ihnen auch mal was Gutes tun. Alleine kann man ja das Alles nicht aushalten.
    Ich kann Ihnen leider nur meine guten Gedanken senden, aber die sind Ihnen sicher.

  9. Ihre Liebe wird ihn tragen.
    Ich hoffe sehr, dass die Frau des Krämers Ihnen Verpflegungspakete zukommen lässt, damit die Musik weiter klingen kann.

  10. Ich konnte schon nichts zu den Gerüchen des Augusts schreiben, es ging nicht, immer hatte ich Ihre letzten Sätze vor Augen. Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen alle Kraft, die Sie brauchen.

  11. „Die Liebe“, sagt mein Seelenkater Heinrich, „hört nicht auf mit dem Tod. Sie ändert nur ihre Form.“ Heinrich weiß viel … so wie Kälbchen. – Ich bin in Gedanken bei Ihnen und dem Tierarzt und wünsche sooooo viel Mut und Kraft und Wärme und Seelensonne, wie sich irgend denken lässt.

  12. Liebes Fräulein, mein trauriges Herz summt die ganze Zeit leise ein Lied für Sie und den Tierarzt. Seien Sie beide behütet, was immer kommen mag. Meine Gedanken sind bei Ihnen.

  13. I am devastated, heartbroken and I don’t even know what to say or how to handle that- I have no idea how you must be feeling 🙁 please let me know if there is anything I could do for you <3

  14. Ach, liebes Fräulein Read On, ich kann und will nicht glauben, dass die wunderschöne Geschichte vom Fräulein, das eigentlich ein Pony ist, und dem Tierarzt, der offensichtlich so viel Schlimmes erlebt hat und doch mit offenen und neugierigen Sinnen so begeisterungsfähig durch die Welt geht, so endet. Für die Wege, die Sie beide nun gehen müssen, wünsche ich Ihnen Mut und Kraft. Manches kann man leider nicht ungeschehen machen, aber ich hoffe, der Tierarzt kann leichten Herzens Abschied nehmen mit Ihnen an seiner Seite. Obwohl ich Sie und ihn nicht kenne, umarme ich Sie beide und denke an Sie, in der Hoffnung, dass doch noch ein Wunder geschieht.
    Alles Liebe
    Claudia

  15. Liebe ReadOn,
    ich hatte bis zuletzt gehofft, der Hungerengel könne vertrieben werden…
    Mögen Worte, Klänge, Umarmungen, Täubchen die das fliegen lernen… Trost und Zuversicht schenken! Und möge der Winter nicht zu grau werden.
    Alles Liebe!

  16. Liebes Fraeulein,
    Sie und der Tierarzt gehen mir diese Tage nicht aus dem Kopf. Ich wuensche Ihenen ganz viel Kraft und dass das Mitgefuehl aus dem Internert Sie ein kleines bisschen traegt.

  17. I promise you
    I’m always there
    When your heart is filled with sorrow and despair
    I’ll carry you
    When you need a friend
    You’ll find my footprints in the sand…

    Stärke, Liebe aber auch Hoffnung, das wünsche ich dir .

  18. Liebes Fräulein Read On, auch mein Herz ist ganz schwer und ich mag kaum glauben, was Ihnen und dem lieben Tierarzt Schlimmes widerfährt. Da finde ich keine Worte des Trostes, nur die Versicherung, dass meine Gedanken bei Ihnen sind. Mögen Sie und der Tierarzt in dieser unglaublichen Schwere eine tröstende Leichtigkeit finden.

  19. Während ich die Zeile schreibe, sitze ich am Strand, schaue auf die Ostsee und muss an Sie denken. Jedes Mal, wenn ich die (nur hier an der Küste zu findenden) Hundewägelchen sehe, denke an den Tierarzt. Ich wünsche ihm Ruhe für seine letzte Reise und den Frieden, den er sich so lange zu erhoffen scheint.
    Ihnen wünsche ich, dass die Gedanken und Liebe Ihrer Familie und (Internet-)Freunde Sie durch die schwere Zeit tragen und Ihnen ein wenig die Last nehmen können.
    x

  20. Liebes Fräulein read on, ich lese Ihren Blog und die Tierarztgeschichten schon lange und möchte Ihnen sagen, dass ich an Sie denke. Unbekannterweise, aber von Herzen: alles Liebe und viel Kraft auch von mir.

  21. Und dann sitzt frau da mit Tränen in den Augen und denk absurde Gedanken: Ob das Fräulein Readon nochmal das Kälbchen mitnimmt, so dass sie einander zuwinken können (so wie es mal in einem Kinderbuch das Pony war, dass das Kind im Krankenhaus besuchte). Dabei doch wissen, dass nix wirklich hiflt, außer da zu sein

  22. Zum Meer
    Herbert Grönemeyer
    Wer hat dich geplant, gewollt
    Dich bestellt und abgeholt
    Wer hat sein Herz an dich verloren
    Warum bist du geboren
    Wer hat dich geboren
    Wer hat sich nach dir gesehnt
    Wer hat dich an sich gelehnt
    Dich, wie du bist, akzeptiert
    Dass du dein Heimweh verlierst
    Dass du dein Heimweh verlierst
    Dreh dich um
    Dreh dich um
    Dreh dein Kreuz in den Sturm
    Wirst dich versöhnen, wirst gewähren,
    Selbst befreien für den Weg zum Meer
    Wer ersetzt dir dein Programm
    Nur wer fallen, auch fliegen kann
    Wer hilft dir, dass du trauen lernst
    Du dich nicht von dir entfernst
    Du dich nicht von dir entfernst
    Dreh dich um
    Dreh dich um
    Vergiss deine Schuld, dein Vakuum
    Wende den Wind, bis er dich bringt
    Weit zum Meer
    Du weißt, wohin
    Dreh dich um
    Dreh dich um
    Dreh dein Kreuz in den Sturm
    Geh gelöst, versöhnt, bestärkt
    Selbstbefreit den Weg zum Meer
    Selbstbefreit auf dem Weg zum Meer

  23. Liebes Fräulein read-on,

    tief bewegt las ich Ihre Worte. Mit meiner heutigen Meditation (meinem buddhistischen ‚Gebet‘) schicke ich mein Mitgefühl zu Ihnen und dem Tierarzt, auf dass es für einen ganz winzigen Moment die Schwere des Rucksacks, den Sie beide – jeder den seinen/ihren und auch noch den gemeinsamen – gerade auf den Schultern haben, mildert. Ich wünsche Ihnen beiden, dass der unvermeidlichen Hoffnungslosigkeit eine Kraft entspringt, die nur diese Form der Bodenlosigkeit erzeugen kann. Und das immer wieder ein Moment zum Atmen und zum Blick in den Himmel bleibt.

    Lassen auch Sie sich tragen, wann immer und wo immer es geht.

    Still summe ich nun das Elefanten-Lied von Wir sind Helden für Sie und den Tierarzt, das ich in dunkler Zeit begleitet hat….. „Ich werde riesengroß für dich, ein Elefant für dich. ich trag dich meilenweit, auch übers Land. Und ich trag dich so weit wie ich kann. Ich trag dich so weit wie ich kann. Und am Ende des Wegs, wenn ich muss, trag ich dich über den Fluss.“

  24. Liebes Fräulein,
    angesichts des Todes verlieren sich die Worte. Es tut mir so leid, dass es so gekommen ist, wie es nun ist. Wir lesen mit, wir fühlen und weinen mit, das zumindest. Ich sende Ihnen meine wärmsten Gedanken.

  25. Liebes Fräulein, ich lese und denke an Sie, kann nichts dazu sagen. Sie sagten schon einmal, zu einer anderen Zeit, dies sei ein ein hilfreicher Ort für Sie. Bitte schreiben Sie!

  26. Liebes Fräulein ReadOn, in den letzten Tagen denke ich viel an Sie und den Tierarzt und wünsche Ihnen von ganzem Herzen die Unterstützung, die Sie brauchen – und in allem: Schana towa

  27. Ich kenne kein Lied, dass ich jetzt für Sie singen könnte, Fräulein Read-on – keines, das nur annähernd die Schwingung der Seele erreichen könnte. Ich umarme Sie sanft von Ferne! Adieu, lieber, unbekannter Tierarzt. Die Ruhe und der Frieden seien Ihnen gegönnt. Und doch: Sie werden fehlen .

  28. Pingback: 12von12 auf Usedom | Blog der Office-Werkstatt

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