Woanders ist es auch schön

Alle Augen sind auf den Fußball gerichtet, aber dieser Text ist augenöffnend. Es ist auch ein Text über den Hunger. So viele Formen und so viel Bitterkeit kennt der Hunger, auch jener nach Freiheit.

Wer wie die AfD das Lügen zur Methode macht, verstrickt sich schnell und wie hier gezeigt ist es grotesk, wenn es nicht auch so traurig wäre.

Erst ein Achterl Weißwein und dann kommen die Geschichten. Es sind die Geschichten unserer Tage und man sieht aus dem Fenster und fragt sich, wie es denn so weit kommen konnte.

Mitten in der Wüste.

Es gibt diese wunderschöne Gedicht von Kurt Tucholsky. Augen in der Großstadt heißt es und genau an diesen Augenblick, vorbei, verweht, vorüber, erinnert mich dieser wunderbare Text von Frau Argueveur.

Viermal Frühling im Iran.

Mein Verhältnis zu Hochzeiten ist ja ein eher Angespanntes, hier gibt es einen wunderbaren Thread zu den großen und kleinen Absurditäten des schönsten Tag im Leben oder so.

Der Tierarzt ist in diesen Tagen voller Konflikte. Er ist nämlich mit sehr schlechtem Gewissen England-Fan- als Ire- wenn das rauskommt, also bitte verraten Sie nichts. Der Tierarzt wäre gern Deutschland-Fan, da er doch Deutschland so liebt, aber dann sind da all die Jahre des Leidens mit den Three Lions und na ja, der Tierarzt kann sich nicht helfen, sein Herz schlägt in Fußballfragen eben für England, aber das ist ja kein Grund die Wochenlied pflichten zu vernachlässigen. Diese Woche kommt es von einer isländischen female Hip Hop Band, den reykjavíkurdætur und die Damen rappen auch wirklich auf Isländisch. Das hört man ja auch nicht so oft.

4 thoughts on “Woanders ist es auch schön

  1. Der Hunger. Meine Tanten haben ihn auch erlebt. Stadtbewohner nach dem Krieg, die Aussteuer eingehandelt gegen ein paar Kartoffeln. Der Bruder mit Hungerödemen zu Fuss aus Russland zurück. Die Töchter des Nachbarn sind verhungert, sie gerade so nicht. Zeitlebens haben sie Essen aufgehoben. Und immer Vorräte angelegt, kistenweise.
    Dieses Nein-Sagen, laut und deutlich, wird der Klang der Aufrechten bleiben in diesesn Zeiten. Konstantin Weckers Lied dazu „Sag Nein.“
    Und dieses Isländisch. Immer denke ich, ich bin in die Merseburger Zaubersprùche gefallen. Ben zi bena…
    Danke herzlich für die Links.

  2. Da freue ich mich, dass ich in dieser Hochzeitssaison noch mit zwei langjährigen Ex-Chor-Kolleginnen auf der Hochzeit einer dritten Ex-Chor-Kollegin ein „Oh Happy Day“ in der Kirche improvisieren darf. Wir feiern übrigens die langjährige Liebe einer polnisch-gebürtigen Katholikin mit einem indisch-gebürtigen Hindu. Wenn das kein Grund für ein lautes „Oh Happy Day“ ist, weiß ich auch nicht.

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