Sein oder Bewusstsein

In der letzten Woche rief mich die Berufsschule an. Die Dame am Telefon sagte: „Es gibt ein Problem mit der Auszubildenden.“
„Oh“, sagte ich.
„Ja“, sagte die Dame am Telefon.
„Die Auszubildende sei lernresistent“, sagte die Dame am Telefon.
„Lernresistent?“, echote ich.
„Ja“, wiederholte die Berufsschuldame. „Die Auszubildende verweigerte das pflichtgemäße Erfüllen von bürokauffraulichen Aufgaben, weil ein Fräulein Read On Ihr gesagt habe, dass der Weg zur Lösung von Sachaufgaben auch anders und logischer als von der Berufsschule vorgegeben zu erreichen sei.
„Nun huste ich, Logik ist ja ein weites Feld. Dabei eben ein komplexes, ein philosophisch nicht uninteressantes Feld.“
Die Berufsschuldame hustete böse. „Sie sind wohl eine von denen die glauben Sie müsste mir meinen Beruf erklären.“
„Keineswegs“, beeile ich mich zu versichern. Mich interessierten nur Probleme der Logik in ihrem weiteren Sinn. Etwa die Frage nach der aristotelischen Umkehrung der…
Die Berufsschuldame am Telefon schweigt.
Dann schweige auch ich.
„Problem“, sagt sie, na also. Da haben wir es ja.“
„Die Auszubildende sei ihr auch noch frech gekommen. Ungeheuerlich.“
„Es gelte nun einmal Maßnahmen in Sachen Auszubildende zu erarbeiten. Ob Sie mich um ein Gespräch ersuchen könne.“
„Immer“, sage ich. „Wirklich immer.“

Dann schlich ich zur besten Chefin der Welt herüber.
„Beste Chefin der Welt“, sagte ich, eine erzürnte Berufsschuldame hat sich angekündigt. Es geht um Maßnahmen, Sachaufgaben, Frechheiten und die Auszubildende.“
Die beste Chefin der Welt lachte lang und herzlich. „Read On“, sagte sie Deeskalation, Auszubildende muss bestehen, Zukunft, keinen Einschüchterungsversuchen nachgeben. So sehr die Auszubildende an unseren Nerven sägt, sie ist unsere Auszubildende. Was ist dein Plan?“
„Beste Chefin der Welt“, sagte ich: „Philosophie.“
„Guter Plan“, antworte sie und nickte.

„Auszubildende“, sagte ich. Ihre Berufsschullehrerin kommt am Montag zu einem Gespräch zu mir. Ich erwarte vorbildliches Verhalten. Zwischen 16 und 17 Uhr fällt hier nichts um, heult keiner, kreischt nichts, fliegt nichts, brennt nichts. Ist das klar?
Fräulein Read On, war das jetzt eine rhetorische Frage?
Ich zähle bis 30.
„Auszubildende frage ich dann doch noch einmal: „Wer ist ihr Lieblingsschauspieler?“
„Benedict Cumberbatch“, sagt die Auszubildende und fummelt an ihrem iphone herum. Hier sehen Sie mal. 
„Weiß G*tt sage ich, der Mann verdient sein Geld auch nicht leicht.“

Am Montag Nachmittag kommt die Berufsschuldame.
„Ich freue mich sehr“, sage ich und reiche Kaffee und Gebäck und lächle wie ein Honigkuchenpferd.
Die Berufsschuldame sieht mich eher nicht so freundlich an.
„Unverschämte Schülerin
„Wie so jemand überhaupt an ein solches Institut kommt.“
Noch nie vorgekommen.
Seit dreißig Jahren in der Berufsschule.
Erfahrung.
Konsequenzen.
Akte
Sie hätte sich eine Philosophin ganz anders vorgestellt.“
„Ich bin leider keine Philosophin“, sage ich.

Ihr Gesicht verzieht sich ein wenig, wie sich Gesichter immer verziehen, wenn sehr attraktive Frauen jemanden wie mich sehen.
Dann strafft sie sich und sagt:
„Sei es drum, die Auszubildende muss gehen. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder so machte wie er wollte und sie müsse sich auch nicht die patzigen Besserwissereien dieser Person anhören.
„Moment“, sage ich also und lächle so breit ich kann. „Das Problem mit der Auszubildenden liegt anders als sie denken.“
„So?“, sagt die Berufsschuldame.
„Ja“, sage ich.
Es handle sich neben ein Problem von Sein oder Bewusstsein.
Im Regelfall sei es durchaus richtig anzunehmen, dass eine Auszubildende zur Bürokauffrau von ihrer Bürotätigkeit geprägt wäre. Eine solche Auszubildende übe auch nach Büroschluss Maschine schreiben, träume von Prozentaufgaben und ordnete auch ihre Gewürze nach dem im Büro gebräuchlichen Sortiersystem. Sicherlich hätte auch eine solche Dame Vorlieben und Abneigungen, aber im Großen und Ganzen sei eine solche Auszubildende mit Leib und Seele dem Büro und natürlich der Berufsschule verpflichtet.

„Wir beide fahre ich fort, sind im Übrigen fast einer Meinung, auch ich weiß natürlich, dass die Auszubildende gar nicht daran denkt, dass Telefon abzunehmen, nur weil es klingelt, dass die Auszubildende Weinreste in Büropflanzen gießt und Dokumente, die hier nicht behagen löscht. Allein in der Diagnose und in der Konsequenz, die Sie ja hier auch schon ansprachen, unterscheiden wir uns. Während Sie annehmen und wer kann es Ihnen verdenken, dass schiere Unfähigkeit das Verhalten der Auszubildenden erklärt, so weiß ich doch die Ursachen liegen tiefer.“

Die Berufsschuldame starrt mich an.
„Die Auszubildene sage ich und ich sage es sehr ernst und sehr leise und beuge mich ein kleines bisschen über den Tisch hinweg nach vorn, ist eigentlich keine Auszubildende zur Bürokauffrau, sondern Benedict Cumberbatch.“
Die Berufsschuldame starrt mich entgeistert an: „Das ist nicht ihr Ernst!“
„Doch, doch, sage ich, die Auszubildende ist Benedict Cumberbatch und nur weil das gerade nicht klappt, heißt das noch nichts, oder anders gesagt, es heißt vornehmlich nur, dass die Auszubildende sich im Moment nicht hauptsächlich mit ihrem Sein als Bürokauffrau identifiziert, sondern mit ihrem Bewusstsein als erfolgreicher Youtubestar äh Benedict Cumberbatch. Hier aber kommen wir natürlich zum Kernproblem der ganzen leidigen Angelegenheit. Die Auszubildende empfindet natürlich logischerweise die Anforderungen, die die Berufsschule an sie stellt als eine Unmöglichkeit, eine Zumutung, ja als einen klaren Angriff auf ihr Bewusstsein.“
Ich zucke mit den Achseln „natürlich, sage ich und fahre fort, ist es sehr fraglich, ob die Auszubildende wirklich einmal Youtubestar wird oder ob sie einmal Benedict Cumberbatch bei der Oscarverleihung dankt, aber Fakt ist die Auszubildende sieht sich auf dem Weg zu höheren und höchsten Ehren und allein deshalb nicht aus Unverschämtheit, oder Dummheit sei die Auszubildende widerspenstig und lernunwillig, sondern aus dem einfachen Grunde, dass sie an kommende Tage voll Ruhm und Ehre glaube und nicht ganz so sehr an die Notwendigkeit zu lochen, zu staplen und abzuheften. Allein das erklärte die ja nicht zu verschweigende Neigung der Auszubildenden zu harschen Antworten. Es sei eben eine Art praktische Vertiefung ihrer Bewusstseinshaltung.“

Bevor die Berufsschuldame fortfahren kann, werfe ich ein. „Wer würde schon Benedict Cumberbatchs Lösungswege bezweifeln, solange sie neue Türen öffnen und würde sich für den Umgang mit ähm- und da muss ich überlegen, denn Bach ist wohl doch eine andere Kategorie- Beyoncé sich etwas anderes als Nachsicht und Rücksichtnahme empfehlen?“
„Gilt es nicht gerade im Fall der Auszubildenden, die beschwert von der Macht der Ideen so manch kummervolle Stunde durchlebt, geduldig zu begleiten, um sie auf den Fall der Fälle, dass die Macht der Ideen nicht so weit reicht, wie sie glaubt mit dem Zertifikat der Bürokauffrau auszustatten?“
Dann lächle ich strahlend und frage noch einmal: „Noch etwas Kaffee?“
Die Berufsschuldame sieht mich ernst, sehr ernst an.
Das mit der Macht der Ideen, woher haben Sie das?
„Vom Herrn Professor Hegel“, sage ich.
„So, so“, sagt die Berufsschuldame.
Ich lächle.
Dann will ich es noch einmal auf sich beruhen lassen, man soll ja die Träume äh das Bewusstsein junger Menschen fördern und formen.
„Ganz ihre Meinung“ sage ich und verabschiede die Berufsschuldame.

Die Auszubildende stürzt jubelnd aus dem Vorratsraum und überhört das Telefon.

Ich gehe zur besten Chefin der Welt.
„Und?“, fragt sie.
Geschafft, sage ich.
„Und Wie?“ fragt sie.
Mit Benedict Cumberbatch und Hegels Dialektik.
„Seit wann weißt Du, wer Benedict Cumberbatch ist?“ fragt die beste Chefin der Welt.
„Benedict Cumberbatch ist ein Otter der Hegels Wissenschaft der Logik liest“, sage ich.
„Oder?“

51 thoughts on “Sein oder Bewusstsein

  1. Benedict Cumberbatch? Ah ja, ich glaube, da ist mir was entgangen. Hegels Dialektik – a walk in the parc, aber Beneduct Cimberhatch… Dr Goooooooogle, please!

  2. Sie bereichern mein Wissen. Wie sonst hätte ich jemals von Benedict Cumberbatch erfahren ? Vielleicht wird er ja noch einmal ein echter Schauspieler und dann würde ich ihn schon kennen – zumindest dem Namen nach …
    Übrigens sehr edel, dass Sie nicht die Gelegenheit genutzt haben diese Auszubildende an eine andere Ausbildungsstätte zu verschieben 🙂

    • Benedict Cumberbatch ist bereits ein echter Schauspieler. Er stammt nicht nur aus einer großen Schauspielerfamilie, sondern hat nach seinem Abschluss an der Victoria University of Manchester [heute University of Manchester] noch die London Academy of Music and Dramatic Art (LAMDA) – das ist die älteste Schauspielschule Großbritanniens – absolviert. Nach seinem Master of Arts in Classical Acting spielte er zunächst Theater, etwa in Shakespeare-Stücken im Regent’s Park Open Air Theatre, sein West End-Debut gab er in Hedda Gabler – vielleicht haben Sie von diesem Stück schon mal gehört. Er spielte am Royal National Theatre und am Old Vic Theatre. Für seine Arbeit er wurde unter anderem mit dem Lawrence Olivier Award und einem Emmy ausgezeichnet, er war bereits für den Oscar und sechsmal für den BAFTA nominiert – die Liste ist lang. Die Queen ernannte ihm 2015 zum OBE. Anfang des Jahres wurde bekannt gegeben, dass er der nächste LAMDA-Präsident wird. Abgesehen davon, ist er weltberühmt.

      Eins muss man der Auszubildenden lassen: Sie hat sich einen klugen und sehr begabten Menschen zum Idol erwählt.

      • Danke, ich dachte schon nach den ersten zwei Kommentaren, es gehört hier zum guten Ton Benedict Cumberbatch nicht zu kennen. Ich war kurz davor, mich zu echauffieren, dann kamen Sie zur Hilfe.

      • Es gibt ja gute Gründe, warum das Fräulein Read On ein so seltsames Fräulein ist, dieser ist einer davon…

      • Mich hat es etwas irritiert, dass er wegen dieses Otter-Memes und der Tatsache, dass die Auszubildende ihn gut findet, als Möchtegern-Schauspieler abgetan wurde. Er hat auch weitaus mehr gespielt als nur Sherlock Holmes, seine Filmkarriere begann vor 20 Jahren.

      • Herzlichen Dank für diese Erläuterung an die Unwissenden. Wie kann man denn auch den Herrn Cumberbatch nicht kennen! Dieser Mann schafft es mich als gestandenen Ü30-Dame in verzückte Schwelgereien versinken zu lassen. Für mich ist er ja aktuell einer der spannendsten Schauspieler.

      • OH, oh, ich bitte tausendmal um Entschuldigung dafür, dass ich Benedict Cumberbatch nicht kenne. Ich lebe auch nicht in Großbritannien und habe tatsächlich wenig bis gar keine Ahnung von der britischen Theaterwelt. Deswegen müssen Sie mir aber nicht gleich auch die Kenntnis von „Hedda Gabler“ absprechen ……

      • @ Myriade: Das war Ironie – ich bin davon ausgegangen, dass Sie das Stück kennen. Ich lebe übrigens auch nicht in Großbritannien.

        Filme mit Benedict Cumberbatch möchte ich Ihnen auf jeden Fall ans Herz legen, er ist ein hervorragender Schauspieler.

    • @ Myriade: Ein echter Schauspieler? – Ganz schön überheblich und arrogant für so wenig Ahnung. Vielleicht beim nächsten Mal wenigstens googeln wenn schon das Wissen fehlt.

      • Oy! Bitte lassen Sie uns hier freundlich blieben. Ich schätze alle Kommentare hier und glaube Frau Myriade hat hier doch sehr Ironisch etwas bemerkt, was mich schon sehr charakterisiert. Das ist hier übrigens guter Brauch: mich können Sie hier gern und laut kritisieren, aber das offene und zugewandte Gespräch in den Kommentaren würde ich gern behalten.

      • Sollte ich mich arrogant und überheblich gezeigt haben, freut es mich feststellen zu können, dass Sie mir da in nichts nachstehen

  3. Ich bin völlig erstarrt vor Bewunderung. Wie elegant sie dieser Berufsschulschlange den Giftzahn gezogen haben! Ich hoffe doch sehr, dass die Auszubildende ihr Engagement zu schätzen weiß. Naja, vielleicht später, wenn sie keine Autogramme mehr schreiben will, sondern Briefe…

  4. Zwei Dinge gehen mir durch den Kopf, liebes Fräulein: schauen attraktive Frauen tatsächlich in einer gewissen unfreundlichen Weise auf besonders kluge, herzenswarme und zu Unrecht überaus selbstkritische Frauen? Oder lag es nicht doch eher an der inhaltlichen Diskrepanz in dem anstehenden Gespräch?
    Ich habe Freundinnen, die innen mindestens so schön wie aussen sind und ganz sicher niemals auf die Idee kämen, daraus eine Überlegenheit herzuleiten.

    Zweitens frage ich mich, wie alt denn wohl die Auszubildende ist. Bei allem Verständnis für deren Träume muss sie doch irgendwann im eigenen Interesse lernen, Pflichten zu erfüllen und an ihrem Auftreten zu arbeiten. Vielleicht war es ganz gut für sie, diesen “Schuss vor den Bug“ zu kriegen, um die neue Chance, die ich ihr natürlich gönne, zu nutzen.

    Film interessierte Leserinnen, zu denen ich mich zähle, kennen natürlich den Namen Benedict Cumberbatch. Damit hat die Auszubildende zumindest nicht den schlechtesten Geschmack bewiesen.

    • Ich tippe auch darauf, dass es am Ärger über die Auszubildende lag – wer weiß, welches verdrehtes Zeug sie in der Berufsschule erzählt und sich dabei auf Mademoiselle Read On berufen hat. Die wiederum wirklich die Geduld einer Heiligen mit der Auszubildenden hat.

  5. Ein 💜 für Ihren unermüdlichen Einsatz auch und gerade für die (in welcher Form auch immer) Schwachen. Möge die Auszubildende dies auch eines Tages erkennen und es Ihnen vielleicht sogar danken (die Hoffnung stirbt ja zuletzt).

  6. Die Auszubildende hat einen erstklassigen Geschmack. Benedict Cumberbatch in der Sherlock-Serie – großartig und unbedingt zu empfehlen. 🙂

  7. „Die Auszubildende verweigerte das pflichtgemäße Erfüllen von bürokauffraulichen Aufgaben, weil ein Fräulein Read On Ihr gesagt habe, dass der Weg zur Lösung von Sachaufgaben auch anders und logischer als von der Berufsschule vorgegeben zu erreichen sei.“

    Nun denn, so lernresistent kann die Auszubildende doch nicht sein, wenn sie sich an der Fräulein-Logik orientiert. 😉

  8. Liebe Frau Read on, Ich bin begeistert von ihrer Erzählung und den völlig logisch gezogenen Verbindungen. Vielen Dank für diesen herrlichen Blick in Ihr Verabredung zum Kaffee!

    🙂

    Mit herzlichen Grüßen
    Antje

    PS: Ich schwärme ja noch mehr für seine Stimme…. 😉

    • @ Hauptschulblues: Vielleicht sind Ihnen ja die anderen Postings, in denen die Auszubildende vorkommt, nicht mehr so präsent: Die Auszubildende macht häufiger ziemlichen Mist, ist nicht gerade nett zu Mademoiselle Read On und erweckt auch nicht den Eindruck, dass sie es zu schätzen weiß, wie viel Mühe sich das Fräulein mit ihr gibt.

      Die Berufsschuldame – dabei handelt es sich wohl um eine Lehrerin – dürfte in ihrer Arbeit mit den Berufsschülerinnen und -schülern auch einigen Kummer gewohnt sein. Ich denke daher nicht, dass sie routinemäßig von Ausbildungsunternehmen quasi den Rauswurf von Auszubildenden fordert. Würde die Auszubildende in der Berufsschule ihre Aufgaben gut erledigen, wäre es sicherlich auch kein großes Problem, wenn sie die auf eine originelle Weise löste, „anders und logischer als von der Berufsschule vorgegeben“. Das Problem ist doch aber, dass sie sowohl am Institut als auch in der Berufsschule eine Haltung an den Tag legt, die einer Arbeitsverweigerung nahe kommt. In etlichen anderen Ausbildungsunternehmen hätte die Auszubildende die Probezeit nicht überstanden, so sie überhaupt eingestellt worden wäre.

  9. Der Link von Benedict vs Otters ist von der Auszubildenden? So schlecht kann sie gar nicht sein, einfach herrlich, vielen Dank!

    Überhaupt gibt es sicher schlechtere Idole als Benedict Cumberbatch.

  10. Ich hatte ähnliche Gedanken wie @arboretum, insbesondere da man als treue Leserin ja schon einiges von der Auszubildenden gewohnt ist. So manches Mal hat sie Mademoiselle fast verzweifeln lassen.
    Und es ist gut möglich, dass es der Auszubildenden gar nicht mal an Intelligenz mangelt, sondern “nur“ am Interesse für den ungeliebten, evtl. ungewollten Arbeitsplatz. Das ist für sie persönlich tragisch, entschuldigt aber auf Dauer nicht die Rücksichtslosigkeit gegenüber denen, die versuchen, ihr weiterhin Wege zu ebnen. Da wird sie an sich arbeiten müssen.

    • Vielleicht würde es helfen, wenn Mademoiselle der Auszubildenden mal eine Szene aus Sherlock zitiert. In schlimmen Momenten könnte das ein oder andere Zitat von Sherlock Holmes ebenfalls nützlich sein. 😉

      • Ich muss zugeben, ich kenne Sherlock Holmes gar nicht. Die Dame im Filmausschnitt würde die Auszubildende aber sicher beeindrucken….

  11. @ARBORETUM – Ich werde mich bessern 🙂 Vielleicht kenne ich ihn ohnehin, ich merke mir aber nun mal keine Schauspielernamen, was mich immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Jede/r hat so seine Defizite …. Verzeihen Sie mir also, dass ich mich despektierlich zu einem von Ihnen geschätzten Schauspieler geäußert habe und lassen Sie uns Frieden schließen

    • Ich war doch gar nicht sauer, nur etwas irritiert. Falls Sie jemals die Verfilmung von Ian McEwans Roman Abbitte mit dem wunderbaren James McAvoy* (swoon) im Kino gesehen haben, haben Sie auch Benedict Cumberbatch in einer Nebenrolle als Bösewicht gesehen. Vielleicht kennen Sie auch den Film The Imitation Game über Alan Turing, gespielt von Benedict Cumberbatch.

      * Auch ein Schauspieler, dessen Arbeit Sie nicht verpassen sollten, zum Beispiel in Inside I’m Dancing. Einer meiner Lieblingsszenen ist aus Becoming Jane. Auf einem Ball hält Jane Austen vergeblich nach dem angehenden, irischstämmigen Juristen Thomas Lefroy Ausschau und läuft stattdessen ihrem etwas hölzernen Verehrer Mr. Wisley in die Arme, der zuvor extra heimlich allein tanzen geübt hat. Wisley bittet sie zum Tanz, den sie ihm gewährt. Die beiden tanzen, bis dann seufz. Aber sehen Sie selbst. Ich zumindest möchte mich dann immer auf der Stelle selbst in jemanden verlieben.

      • Wie es aussieht, werden Sie mich zum Filmeschauen verführen. Zum Glück ist meine Bücherei gut sortiert und ich danke für die Empfehlungen 🙂

      • Das eine schließt das andere ja nicht aus. Und Filme kann man auch am Rechner gucken, ich besitze auch kein Fernsehgerät. Dafür ist hier kein Platz – zu viele Bücher. 😉

  12. Als eine Philosophin, die ihre Seminar manchmal mit Filmausschnitten aus Benedict Cumberbatchs Oeuvre anreichert, war mir nicht bewusst, dass ich bisher auf die Schönheit des Satzes „Benedict Cumberbatch ist ein Otter der Hegels Wissenschaft der Logik liest“ gewartet habe. Danke, read on!

    *geht kurz Seminarpläne für auf immer ändern.

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