Woanders ist es auch schön

Oft bleiben Geschichten von Menschen, die Monate später tot in ihrer Wohnung gefunden werden, nur eine Randnotiz unten auf Seite 3,umso treffender und eindringlicher ist dieser Text: Ich kenne jetzt auch seinen Vornamen.

Die wunderbare Frau Casino nimmt Abschied und nicht nur wegen dieses Textes, lesen Sie dieses Blog. Es ist so fein.

La Gröner sitzt im Hörsaal und nimmt uns mit: Eichhörnchenpinsel. Na sowas. Na sowas! Was wirklich? Ja.

Die Sache mit den Bildern vom Stadtfest sehr eindringlich erklärt.

Ich mochte die neue Volksbühne unter Chris Dercon sehr,aber das was gerade und unter viel Mühen begonnen hat, ist schon wieder zu Ende. Die Süddeutsche Zeitung hat hat nach Gründen für Ende vor dem Anfang gesucht. .Es ist ein Text mit vielen Einsichten, aber auch ein sehr deutscher Text( Desaster, Scheitern, AiAiAi und ein Text über die Einsamkeit und Häme der Berliner Kulturszene, die gerne weltoffen wäre, aber vor allem gemein ist.)

Noch so eine Blogperle. Ich sehe immer Herrn Permaneder um’s Eck schauen.

Was das Schweigen zu einer abscheulichen Tat über das Indien Modis sagt.

Da sage noch einer Bloggen sei nicht ansteckend. Der Tierarzt in seiner Funktion als Musikbeauftragter hat inzwischen eine Zettelsammlung mit Lieblingsstücken, Regenstücken, Tanztönen und Musik für zwischendurch, so dass ich Sie alle hier mit Musik bis 2028 versorgen kann, dann aber so kurz vor Mitternacht sprang der Tierarzt über die Katze und hieß mich Ihnen Seinabo Sey dringend ans Herz zu legen. Schon geschehen.

9 thoughts on “Woanders ist es auch schön

  1. Danke für die Empfehlung.

    Wie schon gerade bei fb kommentiert, gehöre ich zu denjenigen, die Dercons Abgang nicht bedauern. Wie viele Liebhaber der alten Volksbühne habe ich mich erst vor einem LondonNewYorkParis Champagnerprojekt Dercon gegruselt, und mir dann einen Ruck gegeben, der neuen Volksbühne eine Chance zu geben. Kann ja nicht immer alles bleiben, wie es ist. Zudem hat mich – wie Sie wohl auch – die Tonlage der Anti-Dercon-Kampagne abgestoßen.

    Ich glaube, dass bis zu den ersten Premieren noch alles offen war. Wäre großes Theater gespielt worden, hätte Berlin Dercon ebenso geliebt wie die alte Castorfbühne. Ich habe Dercon abgeschrieben, als mich im Spielplan exakt nichts angesprochen hat, und die ersten Kritiken erschienen. Da wäre es mir auch völlig egal gewesen, ob die „Events“ unter der „Dachmarke“ nun in Tempelhof, in der Volksbühne selbst oder auf dem Mond stattgefunden hätten. Wie der heutige Artikel der SZ zeigt, hatte Dercon nicht nur keinen Rückhalt bei der Senatsverwaltung. Er hat auch offenbar keine Ahnung vom Theatermachen. Und von Berlin, das seine eigenen Gesetzmäßigkeiten hat.

  2. Der Text über den unbemerkt verstorbenen Nachbarn ist sehr traurig. Ich denke an unseren früheren Nachbarn, der fast zur Familie gehört hat. Sein bisschen Rasen wurde mitgemäht und ab und zu fuhr er mit zum Einkaufen. Mein Sohn nannte ihn Opa und abends saß er öfters auf ein Bier mit meinem Mann im Garten. Der Kontakt blieb auch bestehen, als wir später umgezogen sind.
    Wir leben hier eher ländlich, da kennt man sich; die Anonymität einer Großstadt kann ich mir nicht vorstellen. Ich bin keinesfalls für Zwangsverbrüderung unter Nachbarn und natürlich kann man sich nicht mit allen und jedem gleich gut verstehen. Aber ein bisschen Hinsehen und mal Nachfragen oder Hilfe anbieten finde ich nicht übergriffig. Ein freundliches ‚Nein, danke“ ist ja auch nicht schlimm. Ich habe auch schon mal einer völlig fremden, aber sichtlich überforderten Frau das Auto ausgeparkt. Sie war sehr erleichtert.

    Danke für Ihre immer so vielseitigen Empfehlungen.

  3. Danke fürs Teilen, das mich bereichert hat.
    Haben Sie schon Duft gerochen, den ein Mensch verströmt, der unvermisst gestorben, allein in seiner Wohnung liegt? Ich hoffe auf ein Nein.
    Zweimal habe ich das erlebt, vor langer Zeit. Die Düfte sind mir unvergesslich.

  4. So you say, all you wanna be is remembered
    I’ll make you go down in history
    So you say, all you wanna be is remembered
    Let me make you go down in history, baby
    Let me write you into history, darling
    Let me sing you into eternity

    So schön das Lied ist, diese Zeilen gehen mir an die Nieren.

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