Woanders ist es auch schön

Das Zentrum für politische Schönheit lässt sich gern feiern und reitet ein hohes moralisches Ross, die Kosten für diese Art von Performance zahlen diejenigen, die wie im Fall des Mahnmals vereinnahmt werden. Die Erkenntnis, dass die Shoah für manche Menschen keine Lachnummer ist, ist keine besonders Deutsche.

Ein besonders schöner Text über das Blog an sich und eine Antwort darauf, warum es auch hier keine Werbung gibt.

Geduld und Vertrauen und eine so schöne Geschichte dazu.

Der Guardian denkt über Väter, Rollen und die Gesellschaft nach und das kann man ja nie genug. Irgendwann hoffe ich wird auch der Druck, so oder so zu sein weniger. Vielleicht wenn wir alle mehr über Gesellschaft, also über uns und die anderen nachdenken.

Barbie und Ken haben es auch nicht immer leicht.

Dublin ist eine Stadt voller Touristen und die Touristen sollen natürlich Kiss me I am Irish T-Shirts kaufen und grauenvolle Molly Malone Tassen und schauderhafte Joyce Türschilder und alles ist grün und alles ist Plastik und aus den Läden und Pubs schollert tagein, tagaus, musikalisches Ohrengräuel, das als original irisch-keltisch angepriesen wird, was nichts anderes heißt als sich arge Kopfschmerzen einzufangen. Dabei gibt es so viele sehr großartige Interpretationen traditioneller irischer Musik.

11 thoughts on “Woanders ist es auch schön

  1. Was für eine schöne Überraschung an einem grauen, regnerischen Samstagmorgen, der sich nun schon zu einem grauen, regnerischen Samstagnachmittag gewandelt hat. Vielen Dank für die Verlinkung! Ich freue mich sehr, bin ich doch eine große Verehrerin ihrer Texte, liebes Fräulein Read On.
    Herzliche, Grüße, Annett

    • Ach, dieses schöne und viel zu große Kompliment gebe ich gern zurück. Ich mag Ihr Blog sehr und hoffe sehr, dass viele Leser bei Ihnen vorbeischauen mögen, denn ihr Blog ist eine wunderbare Insel. Herzliche Grüße, Ihr Fräulein Read On.

  2. „Irgendwann hoffe ich wird auch der Druck, so oder so zu sein weniger.“
    … nämlich dann, wenn genug Menschen stark genug waren, trotz Druck ihren Weg zu gehen. Das Lamentieren (in dem verlinkten Artikel) über die Nachteile, Schwierigkeiten und Ungerechtigkeiten, mit denen erziehende Väter sich konfrontiert sehen, finde ich wohlfeil. Sie tun etwas Ungewöhnliches. Natürlich werden sie schief angeschaut! Veränderungen in Rollenbildern brauchen Pioniere, die den Mut haben, voran zu gehen. So entstehen gesellschaftliche Veränderungen.

    • Hmm, larmoyant schienen mir die Männer nicht, eher auf der Suche nach Möglichkeiten ihr Väter-Ich in die „Außenwelt“ zu integrieren, natürlich braucht es Pioniere, aber nach den Pionieren kommen eben auch die Mutlosen, die Verschüchterten, die mit den Vätern im Rücken, die schreien: Du bist kein Mann und all die ganz Durchschnittlichen, die alles sein wollen, nur keine Pioniere.

      • Väter, die schreien, Du bist kein Mann, gibt es vermutlich, allerdings ist mir aus meinem persönlichen Umfeld – und ich kenne als zweifacher Vater notgedrungen eine Menge anderer Eltern – kein solcher Fall bekannt. Wenn Sie solche Fälle kennen, schreiben Sie darüber, ich würde es gerne lesen!

    • Und übrigens ist uns letzte Woche aus einem dieser grünen Läden ein kleiner singender Kobold gefolgt und geigt nun hier, 2.000 km weit weg, vor sich hin. Ein großartiger Interpret insofern, dass er uns glücklich in Irland-Erinnerungen schwelgen lässt 😉

      • Hahahaha! Wunderbar, wie Sie mir meinen Spott heimzahlen. So muss das sein. Das freut mich sehr, aber melden Sie sich doch, wenn Sie in Irland sind, ich träfe Sie gern auf einen Tee- auch ganz ohne Musik…

      • Das mit dem Tee klingt sehr verlockend. Allerdings fürchte ich, dass ich nicht so bald wieder in Irland sein werde. Nicht wegen dem Land oder den Leuten, sondern weil jetzt wieder frisch bestätigt ist, dass Fliegen nicht meine bevorzugte Fortbewegungsart ist. Aber falls doch, dann auf jeden Fall.

  3. Ich schließe mich Micha an: die Musik-Auswahl ist – wie so oft – schön.
    Meist suche ich diese als erste raus.
    Mein Kompliment an den Tierarzt, obwohl ich nicht weiß, ob er dieses Mal auch die Auswahl getroffen hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.