Surviving as a non-pork eater in Ireland (XI)

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Sometimes I think there must be a competition. Something like „European championship of preparing the worst canteen dishes“ or All-world finals of the worst vegeterian dishes.“ Otherwise it would be really hard to explain why the canteen serves food as today’s dish. The name alone should have frighten me away: „Cheese Macaroni Pasta.“ You got the idea? Don’t tell me you are never having pasta with more pasta? This however was exactly what today’s dish was all about. On the plate there was pasta covered in a sauce I am not able to identify: anything from mayonnaise to cream cheese dissolved in water would be perfectly plausible because the sauce did not taste of anything at all. The pasta was covered by cheese. But if I would abstain to use the term cheese for the hard and yellow crust that served as a glue on top of the dish. As the pasta itself the cheese crust did not taste of anything not even a large amount of salt and pepper did change this situation for the worse or for the better. Beyond those named ingredients there were tiny, tiny pieces visible that remind from afar of spring onion. They were so tiny and so few that I can’t say for sure if its true or just imagination. This was it. No single piece of vegetable, no sauce, no spices, not even the omnipresent celery  was added to at least evoke the illusion of consideration and care for those people who do not eat meat. If this dish entered the competition it surely would win a gold medal for being able to prepare a disastrous dish with no taste and absolutely not a single vitamin. Congratulations. Well deserved!

What?  Cheese Macaroni Pasta

Where? The Buttery, Trinity College Dublin, Ireland

How much? 4 Euro

Survived? Speechless

 

Shanah Tovah

Am Nachmittag kommt die Sonne dann doch noch einmal heraus. Ich trage Apfelkuchen und Apfelstrudel hinunter in den Garten. Wir spielen Apfel schnappen mit den Kindern der Straße. Sie wissen doch wie das geht nicht wahr? Eine Schüssel voll Wasser ein Apfel darin und dann geht los mit Mund und Zähnen. Apfel schnappen II hat sich erst in den letzten Jahren, dafür aber sehr erfolgreich etabliert. Eine niedrige Wäscheleine wird dafür mit Apfelscheiben bespannt und dann hat man einen Garten voll hüpfender und springender Kinder, die erst erstaunlich hochspringen können, bevor sie lachend im Gras umher kugeln. Es gibt Kürbissuppe mit Apfelscheiben, Reis Pilau mit Granatapfelkernen, einen gigantischen Topf voll Hühnersuppe, Honigkuchen und natürlich auch Bratäpfel, die nach Zimt und Zucker duften. F. der ehemalige, geschätzte Gefährte befragt das Apfelkernorakel, Z. und ich tanzen durch den Garten bevor wir in die Hängematte fallen und uns Geschichten aus Jerusalem, Berlin und dem ländlichen Irland erzählen. B. und G. streiten über eine komplexe Auslegungsfrage der heilgen Geschrift wie meine Großmutter spöttisch sagte, die beiden streiten schon seit 30 Jahren, aber ich glaube in den nächsten dreißig Jahren gibt es noch keine Aussicht auf Einigung. Die alten Damen streiten sich, ob sie wohl lieber in Berlin oder in Tel Aviv begraben wollen. Im Moment steht es noch unentschieden. Die K. singt und wir alle schließen die Augen, denn die K. singt so schön. Dann gehe ich hinauf nach dem Fisch sehen, der im Ofen schmort. Für eine Weile lehne ich am Fenster und sehe in den Garten hinunter:Schon sinkt die Sonne tiefer, aber noch taucht sie alles in ein goldenes Licht. Die Kinder tollen im Gras umher. Ich höre Deutsch, Französisch, Ivrit, Yiddisch, das schon fast vergessene Prager Deutsch und das so selten gewordene Deutsch, was man einmal in Budapest sprach. All die dort unten im Garten versammelt sind sprechen wild durcheinander, unterbrechen sich, hören sich natürlich nicht zu und verstehen sich doch auf das Allerbeste. Zu viel ist geschehen und zu groß sind die Narben, zu licht auch die Reihen als das dieser Tag und diese Feiertage schön und heiter, unbeschwert und ohne Nachwehen zu beschreiben wären, zu groß sind die Fehlstellen und einholbar sind auch die Schatten die mit dem Gang der Sonne nicht das Mindeste zu tun haben. Aber diesen einen Moment im späten Sonnenlicht mit Kindergeschrei, dem Duft von frischen Äpfeln und Stimmengewirr, Gesang und fröhlichem Lachen, der genauso auch in einem Garten in Haifa, Marseille oder New York seinen Platz hätte, behalte ich bei mir für all die Stunden in denen die Schatten größer sind als das warme Licht in einem Garten am Rand von Berlin. Noch immer sind wir hier, noch immer feiern wir Rosh Hashana in Berlin.

Dann trage ich den Fisch hinunter und als alle am Tisch sitzen, ist es wohl so weit: שנה טובה Shanah Tovah. Ein glückliches, heiteres, ein mildes und sonniges, ein lieber süßes als saures, neues Jahr 5777. Ein Jahr mit warmen Händen und offenen Herzen, dass wünsche ich Ihnen, so Sie denn mögen und wünsche es uns hier im Garten und anderswo. A gut gebentsht yohr.